Musikwünsche und No-Gos bei der Hochzeit: Wie viel sollte man dem DJ vorgeben?

Eine Frage bekomme ich von meinen Brautpaaren ziemlich häufig:

  • „Sollen wir Ihnen eine Playlist machen?“

Meine Antwort darauf ist normalerweise:

Sehr gerne können Sie mir Ihre Lieblingssongs, Musikwünsche und natürlich auch Ihre No-Gos nennen.

Eine komplette Playlist für den ganzen Abend brauche ich allerdings nicht.

Denn für mich geht es bei der Vorbereitung nicht darum, bereits Wochen vor Ihrer Hochzeit festzulegen, welcher Song wann gespielt wird.

Ich möchte vielmehr verstehen, welche Musik zu Ihnen passt und welche nicht.

 

Musikwünsche sind für mich eine wichtige Grundlage

Ihre Hochzeit soll sich auch musikalisch nach Ihrer Hochzeit anfühlen.

Deshalb möchte ich wissen, welche Musik Sie gerne hören.

Gibt es bestimmte Songs, mit denen Sie etwas verbinden?

Welche Musikrichtungen mögen Sie besonders?

Gibt es Titel, die für Ihre Freunde oder Familie eine besondere Bedeutung haben?

Solche Informationen helfen mir bei der Vorbereitung wesentlich mehr als eine vollständig durchgeplante Playlist.

Denn sie geben mir einen musikalischen Rahmen, innerhalb dessen ich am Abend arbeiten kann.

 

Eine Wunschliste ist keine feste Playlist

Wenn Sie mir 20, 30 oder auch mehr Titel nennen, bedeutet das für mich nicht automatisch, dass ich diese Songs anschließend Punkt für Punkt abspiele.

Einige davon werden vielleicht sehr gut passen.

Andere funktionieren möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt besser.

Und vielleicht entwickelt sich die Party an diesem Abend musikalisch in eine Richtung, die vorher niemand erwartet hat.

Genau dafür brauche ich als DJ genügend Spielraum.

Eine Hochzeit lässt sich musikalisch vorbereiten.

  • Sie lässt sich aber nicht vollständig vorprogrammieren.
  •  

No-Gos sind extrem wichtig

Manchmal erfahre ich aus den No-Gos eines Brautpaares sogar mehr als aus einer langen Wunschliste.

Wenn Sie bestimmte Songs, Künstler oder Musikrichtungen auf Ihrer Hochzeit auf keinen Fall hören möchten, möchte ich das vorher wissen.

Dabei müssen Sie Ihre Entscheidung auch nicht begründen.

Wenn ein Titel für Sie nicht auf Ihre Hochzeit gehört, dann gehört er dort nicht hin. Punkt.

Diese Informationen helfen mir, Ihren musikalischen Rahmen noch besser zu verstehen.

 

Und was ist mit Musikwünschen der Gäste?

Gästewünsche gehören für mich zu einer Hochzeit dazu.

Ihre Gäste dürfen selbstverständlich zu mir kommen und sich Musik wünschen.

  • Ein Musikwunsch ist für mich allerdings kein automatischer Abspielauftrag.

 

Denn zunächst gilt immer das, was ich mit meinem Brautpaar besprochen habe.

Wenn Sie mir beispielsweise vorher sagen, dass eine bestimmte Musikrichtung für Sie ein No-Go ist, wird sie nicht plötzlich gespielt, nur weil sich ein Gast einen entsprechenden Titel wünscht.

Und auch bei grundsätzlich passenden Wünschen entscheide ich, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist.

  • Ein Gast sieht seinen Musikwunsch. Ich sehe die gesamte Tanzfläche.

Vielleicht passt der gewünschte Song genau jetzt.

Vielleicht funktioniert er eine Stunde später wesentlich besser.

Und manchmal passt er an diesem Abend einfach nicht.

 

Wie viele Musikwünsche sollte man dem DJ geben?

Dafür gibt es für mich keine feste Zahl.

Sie müssen keine sechs Stunden Musik für mich vorbereiten.

Wenn Sie viele konkrete Wünsche haben, dürfen Sie mir diese selbstverständlich nennen.

Wenn Sie dagegen nur einige Lieblingssongs und Musikrichtungen nennen können, ist das ebenfalls vollkommen in Ordnung.

Entscheidend ist für mich nicht die Anzahl.

  • Ich möchte Ihren Musikgeschmack verstehen.

Je besser ich weiß, was Sie mögen und was Sie nicht mögen, desto besser kann ich am Abend innerhalb dieses Rahmens arbeiten.

 

Vertrauen gehört für mich ebenfalls dazu

Am Ende funktioniert diese Zusammenarbeit in beide Richtungen.

Sie geben mir Ihre Wünsche, Ihre Lieblingsmusik und Ihre No-Gos mit.

Und anschließend brauche ich Ihr Vertrauen, daraus am Abend eine Party entstehen zu lassen.

Genau dafür buchen Sie schließlich keinen Musikautomaten, sondern einen DJ mit Erfahrung.

 

Mein Fazit

Müssen Sie Ihrem Hochzeits-DJ eine komplette Playlist erstellen? --> Nein.

Geben Sie ihm lieber einen guten Eindruck davon, welche Musik zu Ihnen gehört.

Nennen Sie Ihre No-Gos, Lieblingssongs und Musikwünsche.

Sagen Sie genauso deutlich, was Sie auf Ihrer Hochzeit nicht hören möchten.

Und lassen Sie anschließend genügend Spielraum, damit der DJ auf Ihre Gäste und den Verlauf der Party reagieren kann.

 

Für mich ist genau diese Mischung entscheidend:

Ihre musikalischen Vorstellungen geben den Rahmen vor. Meine Aufgabe ist es, diesen Rahmen am Abend mit Leben zu füllen.

 

Weitere Beiträge aus meinem Blog

Weitere Erfahrungen, Tipps und Informationen rund um Hochzeiten und Veranstaltungen finden Sie auf meiner Blog-Übersicht.

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